Tag 555 – Mach langsam

Mein Monat „Schreiben“ ging irgendwie in eine andere Richtung als geplant. Willkommen zurück bei meinem Glücksprojekt. Ich hoffe, du hattest ein schönes Weihnachten, nach deinem Sinn und dass es dich glücklich gemacht hat. Ich habe zudem noch einen Kindergeburtstag gefeiert – nur ohne viele Kinder. Waren nur meine eigenen dabei – mein Sohn ist 5 geworden und dieses Jahr haben wir das im Familienkreise zelebriert. Mehr nicht.

Was ist also nun mit dem Schreiben? Bin ich so richtig im Flow und habe mich deshalb drei Wochen nicht gemeldet? Nein! Ich stecke bei meinem Buch fest. Und dann habe ich viel nachgedacht und irgendwie mit mir überein gekommen, dass ich das Schreiben erstmal von meiner Routine-Liste nehme. Nicht mehr schreiben? Was ist denn hier los, fragt sich jetzt der ein oder die andere!? Letztes Jahr noch groß getönt, dass ich nun ernsthaft Schriftstellerin sein werde – und nun nicht mehr schreiben?

Fakt ist, wenn ich irgendwann mal mit 90 Jahren auf meinem Sofa sitze und über mein Leben nachdenke, dann würde ich gerne sagen können, dass ich ein Buch geschrieben habe – unbestritten. Ich kann diesen Wunsch nicht ablegen – also nehme ich doch mal an, dass er sehr real ist.
Fakt ist auch, dass mir dieses Jahr 2019 alle Kraft abverlangt hat, die ich so hatte. Unsere familiäre Situation hat mich meine Energie gekostet und meine volle Aufmerksamkeit – mehr als ich es hier jemals erwähnt hätte. Für mich ist 2019 ein Null-Jahr – Null-Wachstum. Erfahrungen habe ich gemacht und daran bin ich natürlich auch gewachsen – aber meine Ziele habe ich nicht verfolgt. Ich kann nichts abhaken – und als Listen-Freak möchte ich Haken setzen.

Also habe ich beschlossen, dass das Jahr einfach nicht zählt und ich wieder im Dezember 2018 ansetze – was waren da meine Ziele und meine Pläne? Meinen 5 Jahresplan habe ich auch noch einmal überdacht und umgeschrieben. Auch Dinge rausgeschmissen. Man darf sich verändern. Ich sollte nicht so streng mit mir sein. Im Jahr 2019 bin ich schwanger geworden und habe nun 3 Kinder – das allein erfordert viel Organisation und nimmt mich mehr ein, als ich es mir zuerst zugestehen wollte. Außerdem habe ich mir zu viel aufgelastet. Ich dachte, was andere können, kann ich auch. Aber wir sind alle anders und ich habe eben derzeit keine Kraftreserven. Die werde ich nun erstmal aufladen.

Im Januar nehme ich an der RUSU von Laura Seiler teil –
das ist ein Programm für persönliche Weiterentwicklung und für Menschen, die wieder in ihre Kraft kommen wollen. Nun, genau das, was ich brauche. Dann werde ich mich also bis Juni um mich kümmern, meine Ernährung, Gesundheit und um meine Familie und meine Kinder. Nichts weiter. Nur das. Und dann werde ich den Kompass nochmal neu ausrichten.

Wenn es hier also stiller wird, liegt es genau daran, ich bin bei mir selbst und das ist das, was mich momentan erfüllt und glücklich macht. Wie sieht es bei dir aus? Was sind deine Pläne fürs neue Jahr? Hast du dir viel vorgenommen? Ist es realistisch? Hast du genug Kraft für deine Ziele und Träume? Dann ist es super! Dann freue ich mich. Wenn du drüber nachdenkst und dir mulmig wird, könnte es auch sein, dass es dich überfordert, nur wenn du daran denkst alles zu erreichen. Und zwar nicht, weil du denkst, dass es unmöglich ist und du Angst vor dem Erfolg hast, sondern, weil es schlichtweg momentan nicht in deiner Energie ist, alles zu erreichen. Und das ist nicht schlimm. Deine Ziele und Träume sollen dich motivieren und dich nicht erschrecken.

Ich höre gerade „Take control of your life“ von Mel Robbins – ein großer Coach und Speakerin in den USA. Sie bringt die Dinge auf den Punkt. Ist sehr konkret. Ich mag sie. In dem Hörbuch also, redet sie davon, dass viele Menschen sich so viele Dinge vornehmen und machen, weil sie denken, sie verschwenden ihre Zeit, wenn sie es nicht tun. Dass sie Angst haben, etwas zu bereuen und Panik haben, nicht alles zu schaffen, was sie sich vorstellen. Und genau da finde ich mich wieder. Was sagt Robbins dazu?

„Don’t speed up, slow down.“

Mel Robbins – Take control of your life

Mach langsamer, nicht schneller. Sachen reduzieren, durchatmen, einen klaren Kopf bewahren. Fokus. Fokus. Fokus. Daran möchte ich mich halten. Ich bin 34, verdammt noch mal – ich habe 3 Kleinkinder hier zu Hause und fühle mich auch so oft genug überfordert. Da muss ich mich nicht dazu zwingen ein Buch zu schreiben, nur weil ich das schon seit 20 Jahren machen möchte. Es ist noch nicht die Zeit. Es ist jetzt die Zeit meiner Familie. Und daher ist „Schreiben“ gerade wirklich in den Hintergrund getreten.

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