Tag 503 – Gut ist gut genug

Gut ist gut genug oder was sagst du dazu? Ich lese gerade „Big Magic“ von Elisabeth Gilbert. Erst schleppte sich das Buch so dahin. Ganz nett. Das Ideen kleine Seelen sind, die sich seinen Künstler suchen und auch mal wieder verschwinden können. Dazwischen jede Menge Anekdoten aus ihrem Leben. Alles dreht sich um das Thema Kreativität. Wirklich schön und nicht anstrengend zu lesen. Gerade richtig für mich derzeit. Doch die letzten Seiten meiner Lektüre – irgendwo in der Mitte im Buch – da hat sie bei mir einen Nerv getroffen.

Lass die Perfektion beiseite

Viele Künstler und Autoren kriegen keinen Pinselstrich oder Buchstaben aufs Papier, weil sie meinen erst perfekt sein zu wollen, bevor sie überhaupt was machen. Sie lassen sich durch ihre Unsicherheit einen Strich durch die Rechnung, ihre Ideen, das Kunstwerk oder sogar ihr Leben machen. Doch gut, ist gut genug, sagt Gilbert. Sie bevorzugt lieber etwas Gutes zu schaffen, als sich blockieren zu lassen und gar nichts zu tun.

Wie recht sie doch hat. Denn genau dies ist so oft mein Fehler! Ich will mich nicht hinsetzen und schreiben, weil ich denke, dass ich in den 20 Minuten, die ich Zeit habe, nichts Gescheites zustande bekomme. Das ich erstmal warm werden muss mit dem Geschriebenen, bis ich dann in den „Flow“ komme.

Dabei habe ich schon sehr oft bewiesen, dass ich auch kurzfristig etwas zustande bekomme. Dass ich unter Druck schnell etwas produzieren kann – schriftlich. Bei der Tageszeitung, wo ich gearbeitet habe, musste ich öfter innerhalb kurzer Zeit oder doch zumindest einigen Stunden einen ordentlichen Artikel abliefern. Das war neu für mich und ich musste mich richtig trainieren trotz Großraumbüros meine Konzentration einzuschalten und alle Ablenkungen auszublenden. Hat ja funktioniert. Artikel sind erschienen.

Also müsste ich das doch zuhause auch mal hinbekommen, oder? Mit den Blogartikeln, mit meinem Buch. Einfach mal Perfektion ignorieren und gut, gut sein lassen. Nicht herumstochern. Denn gut ist schließlich gut genug, oder wie siehst du das?

5 Gedanken zu “Tag 503 – Gut ist gut genug

  1. Kerstin B. schreibt:

    Ich finde auch, ein Blogpost muss nicht perfekt sein. Was heißt überhaupt „perfekt“? Wenn er nicht perfekt ist, ist er vielleicht viel authentischer. Das macht es doch für Leser viel sympathischer. 🙂
    LG Kerstin

    Gefällt 1 Person

    • Nora schreibt:

      Liebe Kerstin! Da hast du natürlich recht. Bei einem Blog ist es definitiv sogar authentischer, wenn er nicht „perfekt“ ist. Ich meine stilistisch perfekt. Kein Rumgelaber, auf den Punkt gebracht. Knackig. Und das erfordert manchmal ein bisschen Arbeit, als einfach nur runterzuschreiben. Ich dachte auch viel an mein Buch. Da sollte mir gut, gut genug sein. Liebe Grüße

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      • Kerstin B. schreibt:

        Ach so, klar, beim Buch hat man natürlich etwas andere Ansprüche. Ich wünsche gutes Gelingen, viel Kreativität und Muse. Falls du jemanden suchst, der Korrektur lesen soll, bin ich gerne bereit!

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