Tag 464 – Wenn du nicht weißt, was du willst

.., dann ist das auch nicht schlimm. Du hast keine Lebensvision? Keinen Plan? Tust dich schon schwer damit, dir morgens Kleidung aus dem Schrank zu fischen oder zu überlegen, was du heute essen sollst? Mach dir keinen Kopf, du bist nicht allein. Vielen geht es so. Wenn du nicht weißt, was du willst, brauchst du nur deshalb nicht unglücklich sein.

Und damit willkommen zurück, auf meinem Glücksprojekt. Ich habe in letzter Zeit mal darüber nachgedacht – über all die Themen, die ich bisher bearbeitet habe. Da stellte sich mir die Frage: Und was ist mit den Leuten, die sich mit gerade diesen Themen schwer tun!? Persönliche Weiterentwicklung wird immer populärer und das ist schön so. Aber es gibt auch Menschen, die einfach den Zugang nicht finden. Sich unter Lebensvision und Spiritualität und Lebensrad und Zielsetzung schlicht nichts zusammenreimen können. Ideenlos sind. Fest gefahren. Warum auch immer. Das ist völlig egal.

Was willst du nicht?

Ich hatte nun die geniale Idee, dass man doch auch mal darüber nachdenken könnte, was man NICHT will. Angeblich soll es uns ja sehr viel leichter fallen, zu sagen, was wir auf gar keinen Fall wollen. Rock oder Hose? Fisch, Fleisch oder vegan? Großraumbüro oder lieber kleine Firma? Teamarbeit oder lieber Einzelkämpfer? Hotelurlaub oder lieber Campen? All inklusive oder lieber Airbnb? Kaufst du im Supermarkt oder auf dem Markt direkt vom Erzeuger? Gehst du lieber draussen joggen? Oder spielst im Verein? Oder machst du lieber dein eigenes Ding im Fitnessstudio? Diese ganze Persönlichkeitsentwicklung muss einem keinen kalten Schweiß auf die Stirn treiben. Am Ende geht es doch darum, sich selber kennenzulernen und seinen Platz in der Welt zu erkennen.

Also, wenn du sagen kannst, was du nicht möchtest, kennst du dich a) schon mal ein ganzes Stück genauer und b) ist es wohl einfacher zu erkennen, was du denn dann stattdessen möchtest. Kannst du dir vorstellen in 5 Jahren eine Familie zu haben? Kannst du dir vorstellen in 5 Jahren oder 10 Jahren noch mit demselben Partner zusammen zu sein? Kannst du dir auch vorstellen mit diesem, demselben Partner die erdachte Familie zu gründen? Vielleicht willst du ja eine Sache davon nicht. Oder zwei oder alle drei. Gut! Was hat es zur Konsequenz? Keine Kinder, keine Familie? Ein anderer Partner? Warum bist du dann mit diesem Partner noch zusammen? Was möchtest du statt der Familie? Karriere? Reisen und Freigeist? Möchtest du in 5 Jahren noch immer diese Arbeit ausführen, die du gerade ausführst? Nein? Auf keinen Fall? Warum? Blöde Kollegen? Langweiliger Job? Was langweilt dich daran? Kannst du es benennen?

Worst case – im schlimmsten Fall

Was wäre deine schrecklichste Zukunft, die du dir vorstellen könntest? Wie du sie auf gar keinen Fall möchtest? Für mich wäre das nur Hausfrau und Mutter zu sein, niemals schreiben zu können, gesundheitlich angeschlagen und finanziell derart beschnitten zu sein, dass ich mir keine Reise erlauben darf. Keine Zeit für mich zu haben, weil ich einen langweiligen Bürojob annehmen musste, den ich nur für das Geld ausführe, weil wir ja finanzielle Probleme haben. Mit meinem Partner läuft es gar nicht, am liebsten würde ich mich trennen.. Zu meinen Kindern habe ich keinen Bezug mehr und desto älter sie werden, desto weniger haben wir uns zu sagen. Am liebsten würde ich alles hinschmeissen und zurück nach Deutschland gehen, wenn mich meine Verpflichtung und mein Verantwortungsgefühl für meine Familie, also für andere Menschen nicht davon abhalten würde. Ich setze Bedürfnisse anderer vor meine eigenen und gehe langsam daran ein, wie eine Pflanze ohne Wasser, ohne Licht.

Lese ich das, graust es mir. Das will ich definitiv nicht! Also sollte ich doch den gegenteiligen Weg einschlagen und alles daransetzen, dass es nicht so wird. Ist doch einleuchtend, oder? Und schon habe ich eine bessere Idee davon, was ich will! Nämlich so ziemlich das Gegenteil von dem, was ich nicht will. Und wie sieht das bei dir aus? Was willst du nicht?

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