Tag 451 – Wessen Angelegenheit ist es?

Willkommen zurück bei meinem Glücksprojekt und danke, dass du vorbeischaust. Ich hatte vor einiger Zeit ein Buch von Robert Betz gelesen, dass schon etwas älter ist, jedoch sein Inhalt hat wohl nicht an Bedeutung verloren. „Raus aus den alten Schuhen“ ist sein Titel und handelt vom Ablegen alter, nicht hilfreicher Glaubenssätze.

Wovon handelt das Buch?

Das Buch ist zwischendurch etwas langatmig, da über 30 „alte Schuhe“ behandelt werden. Nicht jeder ist stimmig für einen selbst. Aber wenn man dies mal übergeht und ehrlich zu sich ist und die Abschnitte liest, die wirklich auf einen zutreffen, kann man einiges über sich erfahren.

Ich habe ein paar belastende Glaubenssätzen für mich entdeckt. Zum Beispiel, dass ich keine Zeit habe, dass ich mir ständig Sorgen mache, dass ich mich selbst und andere verurteile. Dabei sollte ich doch all diese „alten Schuhe“ über Bord leben, mein Leben leben und ich selber sein. Das ist zumindest die Botschaft des Buches. Wir könnten nach Betz in drei Schritten in ein neues Leben starten.

  1. Verantwortung übernehmen – Wir sind Schöpfer unser Lebenswirklichkeit. Unsere Denkgewohnheiten sind das Saatgut für unser Leben. So wie du denkst, so wird auch dein Leben. Denkst du viel negativ, ist auch viel negativ.
  2. Das große Ja! – Wir sollen anerkennen was ist. Egal, ob es uns gefällt oder nicht. Erstmal anerkennen, denn nur, wenn wir anerkennen oder was wir anerkennen, können wir auch etwas ändern.
  3. Urteile zurücknehmen und vergeben – Du sollst dir selber vergeben und allen anderen Menschen in deinem Leben – ob in der Vergangenheit oder der Gegenwart.

Das klingt doch alles sehr plausibel und wer sich mit persönlicher Weiterentwicklung beschäftigt, weiß, dass das auch nichts Neues mehr ist – wie gesagt, dass Buch gibt es schon länger.

Mein Aha-Moment

Sich in andere Angelegenheiten einmischen. Betz zählt einige Situationen auf, für welche man wie als Übung selber entscheiden soll, ob es Angelegenheit der betreffenden Person ist, meine oder vielleicht sogar von niemandem, weil es nicht zu ändern ist. Und in der Tat erwischte ich mich dabei, zu rechtfertigen warum diese Situation ja schon irgendwie in meinen Bereich fällt, weil es mich schließlich ja irgendwie indirekt betrifft. Lustig, wenn man sich selber beim Einmischen in andere Angelegenheiten erwischt.

  • Das ich zu einem Meeting zu spät komme.
  • Das meine Nachbarin ihr Kind nicht von der Schule abholt.
  • Mit wem mein Partner Sex hat.
  • Das meine Kinder ihr Zimmer aufräumen.
  • Wie sich meine Eltern ernähren.
  • Wie mein Kollege seine Arbeit verrichtet.

Wessen Angelegenheit sind diese Angelegenheiten wirklich!? Eigentlich muss man, wie zu Schulzeiten, nur das Subjekt im Satz suchen… wo das Subjekt nicht „ich“ ist, sollte mich die Angelegenheit auch nicht belangen. Gar nicht so einfach.

Was sollen wir lernen?

Tag täglich belasten wir uns mit Gedanken, Worten, Schimpftiraden während wir uns mit Angelegenheiten anderer beschäftigen. Zeit- und Nervenverschwendung. Außerdem stresst es uns innerlich. Denn am Ende können wir die Angelegenheiten anderer eh nicht ändern und schlicht weg nicht lösen. Es ist nicht unsere Aufgabe. Es steht sehr oft nicht mal in unserer Macht. Wir machen uns umsonst Gedanken über Dinge, die wir nicht ändern können. Und Betz betont, wir sollten uns bewusst machen, dass wir immer die Wahl haben, zwischen Ordnung und Chaos, Krieg oder Frieden, Freude oder Depression, etc. wir haben immer eine Wahl! Also, entscheide neu!

Ich finde diese Denkweise sehr hilfreich und ich wende sie oft in meinem Alltag an. Wenn ich mich aufrege und das merke, frage ich mich, wessen Angelegenheit diese Situation oder das Problem gerade ist. Ich konnte auf diese Weise mein Leben um einige Umstände erleichtern. Es erfordert Übung, natürlich, aber meiner Meinung nach lohnt es sich, seinen Blickwinkel zu ändern und nicht alles zu seiner eigenen Angelegenheit zu machen.

Probier es doch auch mal aus, deine

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