Tag 434 – Mein 5 Jahresplan

Willkommen zurück! Ich der letzten Woche hat mich ein kleines Projekt beschäftigt, welches mich gedanklich komplett eingenommen hat: mein 5-Jahresplan. Dieses ganze Zukunftsdenken in vorangegangenen Blog-Beiträgen, über Träume und Lebensvisionen hat mich erneut zum Grübeln gebracht. Persönliche Weiterentwicklung ist halt nie abgeschlossen!

Ganz konkret

Mal ganz ehrlich: Ich tue mich schwer meine nächsten 40 Jahre klar zu sehen. Und doch habe ich so viele Ideen und weiß gar nicht, wann ich das alles machen soll. Das kennen bestimmt viele, dieses „Problemchen“, was einem zum Verzweifeln bringt. Unser Alltag frisst unser Leben. Ich habe ja nun seit einiger Zeit eine App auf dem Handy, die mir zeigt, wie viel ich am Handy hänge und mit was ich mich so beschäftige. Wer mir auf Instagram folgt, weiß das. Ansonsten kannst du gerne mal vorbeischauen (siehe Seitenleiste oder direkt bei Instagram @gluecksprojekt). Das Ergebnis war… ganz schön gruselig. Daraufhin wollte ich mir erneut meine Zeit besser einteilen.

Sinnvoller und bewusster

Ich hatte einen Stundenplan für meine Wochen mal versucht, aber bei mir kommt viel dazwischen. Ich brauche mehr Flexibilität. Außerdem habe ich darüber nachgedacht, was mich oft im Alltag so stresst und warum ich denke, ich schaffe nichts. Ich erinnerte mich an einen Satz in einem der zahlreichen Zeitmanagement-Bücher, die ich gelesen hatte:

Zeitmanagement bedeutet nicht mehr in weniger Zeit zu schaffen, sondern Prioritäten zu setzen.

So in etwa. Ich machte also mal „Butter bei die Fische“. Ich nahm mein Notizbuch und notierte: „In fünf Jahren, August 2024, bin ich 39 Jahre alt. Meine Kinder sind in der X. Klasse… beruflich habe ich dann 3 Bücher veröffentlicht. Ich habe…“ so ging es weiter. Alles in der Gegenwart geschrieben. Erinnert sich jemand an das Lebensrad? Das Coaching-Tool für den Moment, um zu prüfen, welche Lebensbereiche dringend mehr Aufmerksamkeit benötigen. Nun, ich tat dies quasi für die Zukunft.

Ich ging alle Lebensbereiche durch. Wo sehe ich meine berufliche Tätigkeit in fünf Jahren? Wie möchte ich die Blogs entwickeln, die ich führe? Was möchte ich in meiner Freizeit tun. Wie soll mein Haus aussehen? Wohin soll die Erziehung der Kinder führen, was möchte ich familiär umsetzen? Wo möchte ich im August 2024 finanziell stehen? Dieses konkrete Denken, wo möchte ich stehen, wenn ich 39 bin, half mir persönlich ungemein beim Planen. Ich konnte mir plötzlich viel besser Ziele setzen.

Dann ging ich rückwärts

  • Wenn ich für 2024 diese Ziele habe, was muss ich dann bis August 2023 davon umgesetzt haben?
  • Wo stehe ich in 4 Jahren, damit ich meine Ziele in 5 Jahren realistisch (!) erreichen kann.
  • Was muss ich in drei Jahren von heute an geschafft haben, um soweit zu kommen?
  • In zwei Jahren und was sollte ich im nächsten Jahr, bis August 2020 verwirklichen?

Und dann hatte ich alles notiert. 5 Jahre geplant.

Mir fiel auf, wie viel Zeit 5 Jahre sind und wie viel ich schaffen könnte, wenn ich aufhöre meine Zeit durch meinen Alltag zu vertrödeln.

Das kommende Jahr bis August 2020 nahm ich mir dann noch einmal vor und teilte es in seine Quartale. Für jeden einzelnen Lebensbereich Beruf, Familie, Finanzen, Gesundheit, Hobby, Haus, etc. setzte ich erneut Ziele.
Das aktuelle Quartal August bist Oktober teilte ich erneut in seine drei Monate auf und dann in Wochenaufgaben. Somit habe ich diese RIESENTRÄUME zerkleinert. Sie sind realistisch, greifbar und machbar geworden.

Ich habe gemerkt, dass ich oft viel zu viel will und mich damit überfordere und in seiner Folge mich selbst frustriere. Vor allem was Bücher lesen und meine Hobbys angeht. Auch meine Liste 19 für 2019 habe ich mal überprüft und gemerkt, dass viele Punkte Projekte sind, die das ganze Jahr über dauern und ich somit natürlich überfordert bin und wenig abhaken kann.

Ein Plan ohne Druck

Da ich ein Scanner-Typ bin, also mich für alles mögliche interessiere, jedoch in nichts Experte bin und auch nicht sein muss, habe ich meine gewünschten Hobbys aufgeteilt. Jetzt beschäftige ich mich mit Handlettering, das ganze Quartal. Danach folgt von November bis Januar ein „kreatives Fotoalbum / Scrapbook gestalten“. Bin ich damit fertig, möchte ich gerne zeichnen. Drücke ich mich klar aus? Ich habe den Druck herausgenommen. Ich habe Prioritäten gesetzt, ohne Ziele oder Träume aufzugeben. Ich habe sie in einen Plan integriert. Ich fühle mich entspannter. Ich weiß, dass die Zeit für andere Dinge kommen wird. Ich habe sie nicht verloren. Sie sind ja sogar schon im Kalender! Es fühlt sich machbar an und zugleich ist es eine Menge, was ich da in fünf Jahren ins Leben rufen möchte. Ich freue mich auf diese Zeit!

Was steht oder (schon fast) stand da für August 2019?

  • Buch schreiben: 1. Kapitel beenden
  • Haus: Wickelkommode vorbereiten und Kinder-Kleiderschrank aufräumen
  • Persönlichkeitsentwicklung: Gespräche mit Gott lesen (ja, immer noch nicht fertig…)
  • Freizeit lesen: „Ich könnte alles tun, wenn….“ von Barbara Sher
  • Hobby: Handlettering
  • Morgens: Meditation + Dankbarkeits-Tagebuch
  • Körper: Achte auf deinen Wasserhaushalt und deine Atmung
  • Finanzen: Fülle-Denken – raus aus dem Mangel

Klingt doch solide und machbar, oder etwa nicht? Hier fehlen jetzt natürlich noch meine beiden Blogs und auch die Kinder/Familienzeit und auch die Zeit für Social Media. Aber ich habe mich gebremst. Für die Blogs möchte ich es bei einem Beitrag pro Woche belassen, auch für Social Media. Und die Familienzeit – nun ich bin schwanger, in womöglich drei Wochen kommt ein Baby. Das sagt, glaube ich, alles. Da plane ich jetzt nichts Großes mehr. Für das gesamte Quartal bis November steht ehrlich gesagt auch nur: „Leben mit drei Kindern organisieren“. Ich bin sehr glücklich und finde alles vernünftig und realistisch.

Fazit: Mein Alltag stört mich nun nicht mehr. Ich kann unter der Woche meine Flexibilität, die mir so wichtig ist, voll und ganz ausleben. Ich habe sogar einer weiteren Studentin zugesagt, die Deutsch lernen will. So entspannt bin ich. Zuversichtlich und voller Vorfreude auf die kommenden fünf Jahre!

2 Gedanken zu “Tag 434 – Mein 5 Jahresplan

  1. enorae schreibt:

    Hi Nora,
    ich denke auch oft über die Zukunft und was ich erreichen möchte, nach, aber einen so konkreten Plan habe ich auch noch nie erstellt. Respekt, dass du dir die Zeit genommen hast! Die großen Pläne auf kleine Etappen einzuteilen klingt absolut sinnvoll, für mich aber auch sehr kompliziert umzusetzen. Über ein Update, wie gut du dich daran orientieren kannst, würde ich mich freuen!
    Und was die Zeit betrifft: damit habe ich mich selbst ja schon intensiv auseinandergesetzt, und bin zum gleichdn Fazit gekommen wie du: es gibt nicht zu wenig Zeit, man setzt einfach Prioritäten für die aktuelle Zeit, was nicht heißt, dass man alles andere nicht tun wird. Ich war erstaunt, wie viel entspannter mein Alltag dadurch geworden ist. Viel Glück dir dabei!

    Gefällt 2 Personen

  2. Kerstin B. schreibt:

    Liebe Nora,
    ich verzettel mich auch immer bei allem möglichen, weil meine Interessen so vielfältig sind. Ich denke, deine Strategie sollte ich auch mal anwenden. Es wäre zumindest einen Versuch wert. Vielen Dank für die Anregungen und dir viel Glück, dass alles so klappt, wie es geplant ist!
    LG Kerstin

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