Tag 425 – Achtsamkeit

Einen glücklichen und unbeschwerten Tag wünsche ich dir! Danke, dass du hier vorbeischaust. Ich möchte heute ein bisschen über das Thema Achtsamkeit sinnieren. Immer wieder habe ich es im Rahmen meines Glücksprojekts am Rande erwähnt, bin aber nie so richtig in die Tiefe gegangen.

Ohne Bewertung

In diesem Monat ist das übergeordnete Thema Spiritualität, was für mich eng mit Achtsamkeit einhergeht. Achtsamkeit bedeutet, Wahrnehmen ohne zu bewerten. Das allein finde ich schon schwer genug. Denn bewerte ich doch permanent. Es bedeutet schließlich auch, sich seiner Gedanken hundertprozentig bewusst zu sein. Sich bewusst zu sein, wann man bewertet und was man bewertet und wie man bewertet, um sich in der Zukunft vielleicht zu korrigieren. Oder an negativen Gedanken und Glaubenssätzen zu arbeiten, sie zu lösen. Damit wäre man wohl für einen großen Teil seines Lebens beschäftigt.

Hier und Jetzt

Achtsamkeit bedeutet auch, in der Gegenwart zu sein. Nicht über Vergangenes zu grübeln, nicht über die Zukunft zu sinnieren oder im Autopiloten schlichtweg einen Punkt nach dem anderen auf der to-do-Liste abzuhaken. Das Leben würde an einem vorbeirauschen. Man würde nur reagieren. Nicht agieren. Man wäre mehr passiv als aktiv. Das Leben würde „einem passieren“. Doch sollte es und wäre es vor allem schöner, wenn ich selber über mich und mein Leben bestimme. Oder etwa nicht?

Wie funktioniert das also mit dem präsent sein. Meditieren ist ja ein Ausdruck von Achtsamkeit. Ich konzentriere mich auf meinen Atem. Denke nicht an vorhin oder gleich. Einfach hier und jetzt. Der Stresspegel wird gesenkt. Unsere Atmung verlangsamt sich und wird tiefer. Wir entspannen. Und den Rest des Tages? Wie passt da Achtsamkeit in unseren Rhythmus? Wie immer ist die Lösung super einfach, nur die Umsetzung erfordert Training.

Mach nur eine Sache zu gleichen Zeit
und konzentriere dich auf diese eine Sache.

Wenn du deine Zähne putzt, putze deine Zähne. Konzentriere dich auf die Bewegung, den Zahnpastageschmack, die Zeit, die du brauchst. Denk nicht an den Tag, was als nächstes ansteht. Trink deinen Kaffee oder Tee mit allen Sinnen. Wie riecht er, wie sieht er aus, wie schmeckt er, welche Temperatur hat er, wie fühlt es sich an, wenn er vom Mund in deinen Körper fließt?

Beim Autofahren oder in den öffentlichen Verkehrsmitteln. Lass mal das Handy weg. Mach das Radio aus. Fokussiere dich aufs Fahren. Schau im Bus aus dem Fenster; in der U-Bahn die Menschen an. Nimm dir Zeit für die Dinge. Versuche zu der Arbeit, zur Uni, zu einem Termin früher loszukommen und geh einfach mal langsamer. Schau dir deine Umgebung an, beobachte, wie du gehst. Dein Gang. Sind deine Schultern gerade? Hast du den Blick auf den Fußweg geheftet oder guckst du gerade aus?

Es gibt so viele Möglichkeiten im Alltag achtsam zu sein. Mit unserem Leben, unserem Umfeld und mit uns selbst. Du hast keine Zeit für so ein Rumgebummel? Das ist sehr schade, denn JETZT ist dein Leben. Jetzt in diesem Augenblick, wo du meinen Artikel liest sind 4 Minuten mehr vergangen. Es wurden Kinder geboren, es sind Menschen gestorben. Dein Körper hat sich verändert. Du bist etwas älter geworden. Vier Minuten deines Lebens sind verstrichen. Ich danke dir sehr, dass du diese wertvolle Zeit mit meinem Text genutzt hast. Bist du dir dessen bewusst gewesen? Gehst du achtsam mit deiner Zeit um?

Ein Gedanke zu “Tag 425 – Achtsamkeit

  1. herzfrog schreibt:

    Hallo Nora, ein schöner Beitrag über Achtsamkeit. Ich finde mittlerweile Achtsamkeit als eines der wichtigsten Dinge für jeden Menschen, vor allem für Menschen mit hoher Sensibilität. Nicht nur achtsam mit der Zeit zu sein, sondern vor allem mit sich selbst. Das bedeutet, ich achte meine Gefühle, bleibe bei mir und mute mir nicht zu viel zu. Ich gehe achtsam mit meinen persönlichen Grenzen um, überfordere mich nicht und vergleiche meine vermeintlichen Schwächen nicht mit anderen. Das ist gar nicht so leicht, zumal wir alle Kinder einer Leistungsgesellschaft sind. Achtsamkeit holt dich zurück zu dir und lässt dir deinen Raum. Zeit für dich, deine Gefühle und Empfindungen. Ist das denn nicht grundlegend für ein glückliches Leben? 🌞🍀
    Lg Andrea – von Herzfrog ❤

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