Tag 355 – Zeit ist relativ

Hallo! Willkommen zurück und schön, dass du da bist. Heute möchte ich ein bisschen das Thema Zeit relativieren. Das ist mir gestern so durch den Kopf gegangen. Zeit ist etwas sehr subjektives, etwas sehr relatives. Wir messen Zeit in Sekunden, Minuten, Stunden, Tagen und Jahren, aber am Ende ist das alles völlig unwirklich.

Zeit sollte sich darin messen, wie wertvoll sie ist. Wie wir unsere Zeit nutzen. Jeder hat es bestimmt schon mal erlebt – manchmal erledigt man an einem Samstag oder anderem freien Tag so viele Dinge in zwei Stunden. Und manchmal bleibt man am Sonntag „noch ein bisschen liegen“ und plötzlich sind zwei Stunden vergangen. Welche Zeit hatte wohl den höheren Wert? Jeder mag das anders bewerten. Ich sage, es kommt nicht darauf an, wie ich zwei Stunden meines Tages nutze. Es kommt darauf an, welche Richtung ich dabei einschlage, welchen Wert ich dieser Zeit gebe, ob ich diese Zeit angemessen, für mich angemessen nutze. Und am Ende, nie, nie, niemals bereue.

Noch ein persönliches Beispiel. Ich habe 7 Jahre studiert. Während meines Studiums habe ich gearbeitet, ein paar Pflichtpraktika und ein einziges freiwilliges Praktikum gemacht. Ich bin zweimal gereist, für ein bis zwei Wochen. Ich habe kein Auslandssemester gemacht oder Networking oder sonst irgendwelche anderen Aktivitäten. Ich habe mich einmalig für ein paar Monate ehrenamtlich betätigt. Das war es. In 7 Jahren.

Heute erwische ich mich dabei, dass ich das manchmal als verschwendete Zeit ansehen möchte. Es klingt lang, aber ich erinnere mich auch daran, dass ich während des Studiums nicht groß die Wahl hatte. Ich hatte in den Semesterferien keine freie Zeit. Immer habe ich eine Hausarbeit geschrieben oder mehrere oder ein Praktikum gemacht. Ich habe die Zeit stets ausgefüllt. Gearbeitet habe ich auch noch. Das Leben, als ich es gelebt habe, hat sich beschäftigt angefühlt. Im Nachhinein bleibt das Gefühl, dass ich mehr hätte rausholen können.

Und heute? Es sind mehr als 7 Jahre seit meines Studiums vergangen. In den vergangenen 7 Jahren habe ich so enorm viel getan und erlebt… im Vergleich zu den 7 Jahren davor – als wolle ich alles aufholen. Was kann ich mit dieser Geschichte weitergeben? Es ist nicht die Zeit, die wichtig ist. Es ist nicht unser Alter oder sogar das was andere Menschen gerade tun, wie sie es tun, wie schnell oder wie langsam. Alles ist subjektiv, alles hat seine Zeit.

Wichtig ist, dass du es zulässt. Wichtig ist, dass du offen bist, für Neues, für dein Leben, für dein Glück. Dass du dir überlegst, wofür du hier bist in der Welt und was du in diesem Leben erleben möchtest und dann losgehst und es realisiert. Egal, wie viel Zeit du dafür brauchst.

Ich habe Jahre auf meinen Mann gewartet. DEN Mann und unbeirrt gewusst, dass er kommen wird. Und ich habe ihn gefunden. Ich habe jahrelang eine Familie gewollt und heute habe ich sie und bin noch weiter in Planung. Ich hatte nie erdacht, im Ausland zu leben, aber die Chance eröffnete sich und ich war neugierig. Immer habe ich mir die Möglichkeit offen gelassen, zurück nach Deutschland zu gehen. Dann aber ohne Reue. Mein privates Leben hat sich geformt in diesen 7 Jahren. Seit einem Jahr bin ich nun auf der spirituellen Schiene. Meine Persönlichkeit entwickeln – dahingehend, dass ich noch mehr will. Ich möchte mehr lernen und ich möchte weitergeben. Meine Erfahrungen. Meine Gedanken.
Etwas Neues schaffen oder etwas Bestehendes weiterentwickeln. Das weiß ich noch nicht. Und das muss ich auch nicht. Alles hat seine Zeit.

Aber ich weiß, dass die nächsten 7 Jahre wundervoll werden. Ich habe so viele Dinge im Kopf. Spüre so viel Leben in mir. Glück. Dankbarkeit und Neugierde. Ich freue mich, auf das was kommt und hoffe, dass du es auch kannst oder bald können wirst. Denn wir haben so viele Möglichkeiten. Es ist niemals zu spät, etwas zu ändern, etwas anders zu machen, etwas neues zu erleben. Niemals. Auch mit 40 nicht, auch mit 50 nicht und auch mit 60 nicht. Niemals! Wichtig ist, dass du deine Zeit für dich wertvoll nutzt.

Deine Nora

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