Tag 316 – Wachsen

Seit mehr als zwei Monaten steht das Thema „Wachsen“ auf der Blog-Seite und auf dem Glücksprojekt-Programm und viel ist seitdem hier nicht passiert. Damals hatte ich im Kopf, dass Wachsen bedeutet, etwas Neues zu lernen. Sein Bewusstsein und Fähigkeiten zu erweitern. Eben zu wachsen in seiner Persönlichkeit. Dies ist in einer Hinsicht auch geschehen. Doch nicht so, wie es dann kam.

Was passiert ist, dass ich über mich hinaus gewachsen bin. Auf metaphysischer Ebene Dinge gedacht habe, für die ich eigentlich für diese Glücksprojekt-Phase nicht im Kopf hatte. Es ist so viel passiert in den ersten vier Monaten dieses Jahres. Die Krankheit der Großmutter meines Mannes hatte ich erwähnt. Den Zusammenhalt der Familie. Doch das war nicht alles. Der Großmutter geht es bestens. Nur mein Schwiegervater ist plötzlich und unerwartet Anfang April verstorben. Das hat uns alle aus der Bahn geworfen. Unser Leben um 180 Grad verändert. Nicht zu beschreiben sind die Gefühle, Gedanken und Erlebnisse, die bis heute und wohl noch lange Zeit andauern werden. Kind Nummer 1 war zwei Wochen Magen-Darm-Krank. Dann kamen die Windpocken, die meine Kinder und meinen Mann (!) trafen. Wer war die Krankenschwester? Ich, ganz genau. Hatte ich erwähnt, dass ich schwanger bin und es mir wirklich besch***en geht? Doch was hilft es?

„Das Leben stellt uns vor Aufgaben, die wir lösen sollen, um daran zu wachsen.“

Das kam jetzt spontan von mir –
wenn es von jemandem anderen ist, ist es von ihm.

Wachsen also mal anders. ÜBER SICH HINAUS WACHSEN. Seine eigenen Grenzen kennen lernen. Bewundern, dass noch mehr Kraft in einem steckt, auch wenn man sich schon völlig am Ende sieht.

Ich bin glücklich. Aber ich bin auch müde, kaputt und habe es einfach nur satt. Ich hätte gerne mein langweiliges Leben von November zurück. Der November war doch ganz gut, oder? Ich weiß es nicht mehr. Es scheint Jahre her zu sein.

Was hilft, wenn man sich so fühlt, wie ich es gerade tue? Noch mehr Gänge zurückfahren. Vielleicht auch mal stehen bleiben. Fünfe gerade sein lassen (dieses Sprichwort kommt wirklich von der Zahl 5 die ja ungerade ist. Wer sie also gerade sein lässt, nimmt es nicht so genau… wieder was dazu gelernt). Sich auf das Wesentliche konzentrieren und Dinge machen, die einem Freude bereiten, die einem Glücksmomente bereiten. Was ist das bei mir?

  • Instagram-Community
  • Blog schreiben
  • Kerzen und Düfte
  • Schlafen
  • Lesen
  • Malen
  • Atmen
  • Alles absagen und nichts tun; wahlweise meditieren.

Und du so? Kennst du die Situation? Was machst du dann?

2 Gedanken zu “Tag 316 – Wachsen

  1. enorae schreibt:

    Hi Nora- es klingt, als hättest du wirklich harte Wochen hinter dir. Ich bin mir sicher, dass du daran gewachsen bist, auch wenn es anders lief, als du es dir vorgestellt hast. Natürlich wäre es angenehmer gewesen, sich ein neues Hobby zu suchen. Deine Frustration und das Gefühl: „Mir reicht’s langsam!“ sind mehr als verständlich! Ich glaube, nur die Aussicht in die Zukunft hilft. Es werden auch wieder leichtere Tage kommen. Grade sind es eben noch schwierigere, doch die Stärke, die du entwickelt hast, um deinen Lieben zu helfen, werden sie sicher nicht vergessen. Sich bewusst Zeit für dich zu nehmen, ist sicher eine gute Idee. Mir hilft auch Meditation, um wieder runterzukommen. Ich wünsch dir alles Gute!

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    • Nora schreibt:

      Hallo Nora! Ich danke dir für deine Worte. In der Tat wird es langsam etwas leichter. Zeit heilt die Wunden und gibt einem auch die Möglichkeit sich anzupassen, und neue Situationen anzunehmen. Da der Mensch ein Gewohnheitstier ist, haben wir von Natur aus die Dringlichkeit, dass sich alles schnell wieder „normal“ anfühlt. Was auch immer das für jeden einzelnen bedeutet. Ich sende dir liebe Grüße!

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