Tag 105 – Freundschaft

Hallo und schön, dass du vorbeischaust. Ich befinde mich im Monat Nummer 4 meines Glücksprojekts und es dreht sich um das Thema „Soziales Leben“. Wie sieht das nun aus, mein soziales Leben und wie macht es mich glücklich?

Ich bin vor viereinhalb Jahren nach Mexiko ausgewandert, habe meine Familie und Freunde zurückgelassen. Mittlerweile habe ich meine eigene Familie gegründet. Hier finde ich Freude, Trost, Spaß und Halt. Familiär gesehen, vermisse ich nicht viel. Meine Eltern kommen zu Besuch und auch sonst habe ich Kontakt zu meinen Verwandten. Dank Internet ist das wunderbar möglich und ich bin wirklich sehr, sehr dankbar für diese Erfindung; die mir hier fernab von meinem alten Leben gute Dienste erweist.

Wir brauchen Freunde

Freunde, da sind wir uns wohl alle einig, sind ein unglaublich großer Glücksfaktor. Das fängt bereits im Kindergarten an. Das Leben ist leichter, wenn man einen Freund hat. Denn Freunde, anders als Verwandschaft, die sucht man sich selber aus und Freunde wählen die Freundschaft mit dir. Es ist etwas ganz Besonderes. Und selbst wissenschaftlich erwiesen, dass Freundschaft uns überaus glücklich macht. Der Mensch ist ein soziales Wesen und braucht diese Bindungen. Zu mindestens einem Menschen, besser wenn es mehrere sind. Zu viele kann allerdings wieder in das Gegenteil umschlagen, denn dann verfliegt die Konzentration und die tiefe Bindung. Selbst Menschen, die sagen, sie hätten hunderte Freunde (oder in Zeiten zu Facebook tausende); wenn wir sie wirklich fragen, mit wem sie Zeit verbringen (analog – real – nicht im Netz), dann kommen oft nur eine handvoll Namen.

Eine handvoll Namen, dass ist wohl das Geheimnis. Fünf ist eine schöne Zahl. Fünf Menschen, mit denen wir uns umgeben, mit denen wir Kontakt haben. Die mit uns Freude und Leid teilen, zu denen wir ehrlich sind und die uns auch kritisieren dürfen. Ratschläge geben und uns trösten. Wohl kaum jemand könnte fünf solcher Menschen nennen, die 100% für ihn da sind und umgekehrt. Und wenn doch, dann ist das wirklich wertvoll.

30, weiblich, Familie = keine neuen Freunde

Ich bin dreimal umgezogen, in meinem Leben, und jedes Mal wurde es schwerer, Freunde zu finden. Wer bereits öfter das Viertel, den Arbeitsplatz und die ganze Stadt (oder das Land) gewechselt hat, der weiß, was ich meine. Umso älter wir werden, desto schwieriger wird es. Ab 30 Jahren, weiblich, mit kleinen Kindern, eine richtig gute Freundin zu finden, ist quasi unmöglich. Das kann ich aus Erfahrung sagen. Kenne aber auch andere Frauen, denen es ähnlich geht.

Ich habe eine sehr gute Freundin, die ich seit der Grundschule kenne. Und die im Ausland gelebt hat, mehrmals und nun lebe ich wahrscheinlich für immer im Ausland und unser Kontakt ist konstant. Das ist etwas ganz besonderes. Hallo Rebecca, falls du das liest. Es gibt eine weitere Freundin, mit der ich über alles reden kann und wir funken auf der gleichen Welle. Auch das ist super angenehm und schön. Diese beiden Menschen wohnen aber unendlich weit weg und sind für mich nicht greifbar.

Ich muss mir also hier in Mexiko wenigstens eine oder zwei Freundinnen suchen. Habe ich sie gefunden? Das kann ich nicht genau beantworten. Es ist schwierig. Wir sind über dreißig, haben Familie und sind weiblich… na, ihr wisst, was ich sagen will.
Zudem gibt es noch kulturelle und sprachliche Unterschiede. Das erhöht die Unbekannte in der Gleichung.

Durch meine bevorstehende Hochzeit und die Einladungskarten, habe ich auch noch einmal ganz anderes darüber nachgedacht. Wen lädst du ein? Wer ist dir wichtig? Wer sind deine Freunde? Wen möchtest du dabei haben? Viele Kontakte habe ich hinterfragt.

Die Herausforderung

Was bedeutet Freundschaft? Bei Männern ist das was ganz anderes als bei Frauen. Definitiv. Frauen brauchen Kommunikation. Frauen brauchen Bestätigung, aber auch jemanden, der sie fordert, der hinterfragt, der kommentiert. Wir brauchen, dass Rundum-Paket. Die Schwester, die Tante, die Kollegin. Eine Frau, die versteht. Und da wir uns stetig weiter entwickeln, muss diese Freundin mitgehen, weil sie sonst auf dem Weg verloren geht. Nur ein festes soziales Band, kann einen krassen Unterschied zwischen zwei Lebenstilen ausgleichen. Gemeinsamkeiten sind unumgänglich! Habe ich so jemanden hier gefunden? Ich behaupte: (noch) nicht. Aber das wäre ja nun eine Herausforderung für diesen Monat: eine wirklich gute Freundin finden.

Wie gehe ich vor? Was ist wichtig? Das lest ihr hier! Wenn ihr den passenden Freund oder die passende Freundin bereits habt, genießt die Zeit mit ihm oder ihr! Alles Liebe

Unterschrift

 

8 Gedanken zu “Tag 105 – Freundschaft

  1. Herzkoma schreibt:

    Die meisten „Freude“ sind da, wenn die Sonne für dich scheint. Im Unwetter verflüchtigen sie sich .. Wer nur einen richtigen Freund hat, der auch im Sturm treu zu ihm steht, der darf sich glücklich schätzen. Freundschaft kann man nicht bestimmen, Freundschaft muss lange wachsen. Aus Bekanntschaften können Freunde werden. Freundschaft erkennt man erst in der Not. Alles Binsenwahrheiten, aber sollte man nicht vergessen.

    Neue Bekanntschaften kann man suchen, aber mit dem Wort „Freundschaft“ sollte man vorsichtig sein, damit man nicht enttäuscht wird. So meine Meinung – ich kann mich jedoch irren. LG PP

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    • Nora schreibt:

      Hallo Herzkoma!
      Und noch einmal danke für deinen Kommentar! Gewiss sprichst du aus Erfahrung und somit ist deine Meinung völlig legitim und hat sicherlich einen ordentlichen Funken Wahrheit. Viele Menschen „flüchten“, wenn es bei anderen schwierig wird, weil sie selber nicht wissen, wie sie mit dir oder der Situation umgehen sollen, wie sie helfen könnten. Das ist schade. Denn manchmal ist nachzufragen, Interesse zeigen, schon genug. Man sollte sich öfters fragen: Was würde mir in dieser Situation gut tun oder willkommen sein? Und manchmal sollten wir den Mut haben, zu handeln.
      Du hast recht! Freundschaft muss lange wachsen. Meine Schwäche ist meine Ungeduld. Und dass auch ich nicht daran denke, dass andere es nicht böse meinen, wenn sie sich nicht melden. Ich werde in diesem Monat also lernen, hartnäckiger zu sein. So viel, wie ich um die Ohren habe, haben andere vielleicht auch? Nachfragen und Hilfe anbieten. Mal sehen, ob es wirkt und ob sich am Ende aus einen paar Bekanntschaften nicht etwas mehr ergibt.
      Ich danke Dir für deine Worte und wünsche dir einen richtigen Freund, der dir auch im Sturm treu beiseite steht.
      Nora

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      • Herzkoma schreibt:

        Danke für deine liebe Antwort. Freundschaft bewährt und zeigt sich in der Not und ich kann mit Freude behaupten, dass ich Freunde besitze, die sich bewährt haben, auch im Internet, obwohl es hier schwieriger ist, den Weizen von der Spreu zu unterscheiden, aber man spürt schon, wer wirklich für einen da ist und es ernst meint.

        Das mit der Ungeduld kenne ich und die Ungeduld hat mir schon viel zerstört. Ich bin zu emotional und wenn jemand nicht gleich antwortet oder nur kurz, fühle ich mich zurückgesetzt.

        Enttäuscht worden bin ich leider auch schon, aber meine Hand ist immer offen, denn jeder hat eine Chance verdient, unvoreingenommen und immer wieder, so wie ich mir auch wünsche, dass ich offen aufgenommen werde.

        Du bist ein liebenswerter Mensch und wirst Menschen finden, mit denen du dich austauschen kannst, mit denen du reden kannst. Und mit der Zeit wird man zusammen wachsen, immer mehr Vertrauen finden.

        Jeder noch so vertraute Freund war einmal ein Fremder und jeder Fremde ist ein potentieller Freund. Offenheit ist die Basis einer jeden Beziehung und man erkennt die Freunde daran, dass sie sich ebenfalls öffnen.

        Wir sind alles Menschen und Menschen haben auch Fehler und wenn man die Menschen mit ihren Stärken und Fehlern annimmt als Gesamtpaket sozusagen, hat man schon viel gewonnen. Verzeihen gehört auch zur Menschlichkeit. Nicht gleich auf stur schalten, wenn mal was falsch läuft oder einer nicht gleich antwortet.

        Das musste ich auch erst lernen, wie gesagt. Aber man kann auch ein Thema totreden und deshalb wünsch ich dir einfach mal einen wundervollen Tag von hier aus Offenbach am Main (Hessen).

        Sei beschwingt und lebe den Tag. Familie ist etwas ganz Großes und du hast eine. LG PP ❤

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  2. Herzkoma schreibt:

    Wenn du nur für dich allein schreiben möchtest, ist das vollkommen in Ordnung. Ist aber keine Basis für Freundschaft, von der du redest und die du angeblich vermisst. Kann es sein, das dein Blog eher dem eigenen Ego frönt? Du musst dir dann auch klar darüber sein, dass du bei Buchempfehlungen angeben musst, ob du dafür Geld erhältst und da ist auch ein richtiges Impressum mit Angabe der Adresse und Steuernummer Pflicht. Ich werds überprüfen lassen. Dein Egoismus ist mir ins Auge gefallen und hat mich misstrauisch gemacht.

    LG PP

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    • Nora schreibt:

      Ich habe keinen Plan, was jetzt dieser Angriff soll. Jeder Blog ist fürs eigene Ego, genauso wie deiner nur für dich ist. Ich empfehle Bücher, wenn sie mich selber weiterbringen und ich etwas aus ihnen mitnehme. Ich schreibe natürlich über mich und für mich!! Denn das ist ein BLOG. Vielleicht solltest du mal nachschauen, was ein Blog wirklich bedeutet. Und ich schreibe öffentlich damit vielleicht der ein oder andere Mensch etwas daraus mitnehmen kann. Wenn es dich nicht interessiert was ich schreibe und wenn du mir nur an den Karren fahren willst, dann tu mir und dir den Gefallen, und lösch dein Blog-Abonnement, dann musst du dich mit meinen Worten und Gedanken auch nicht auseinandersetzen. Danke.

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      • Herzkoma schreibt:

        Sorry, aber ich bin ein paranoider und schwerst gestörter Mensch und ich sagte ja schon, dass ich mir viel zerstört habe, weil ich zu ungeduldig bin. Hab einfach auf einen Gegenbesuch auf mein Blog von dir gewartet und der kam leider nicht. Dazu ein paar Bier zuviel .. Ich entschuldige mich hiermit bei dir. Hab dich wunschgemäß gelöscht und wünsch dir alles Gute und bessere Blogger als mich Idiot :/

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