Tag 87 – Minimalismus

Bescheidenheit ist mein Thema diesen Monat – vom 20. August bis zum 19. September. Es bleiben mir noch 4 Tage um ein Fazit zu ziehen und mit neuen Gedanken das nächste Kapitel zu starten.

Schön, dass du her gefunden hast. Ich möchte in diesem Beitrag ein Thema anschneiden, was viele Bereiche meines Glücksprojekts berührt. Das Thema „Minimalismus“. Heute fast schon eine Mode-Erscheinung, begann der Minimalismus eigentlich schon mit dem Entstehen der Weltreligionen. Bescheidenheit und ein einfaches Leben zu führen, ist demnach keine neue Idee. Schon Nietzsche sprach sich gegen den Materialismus aus. Der heutige Minimalismus, ein einfacheres Leben zu führen, fernab von unserer konsumorientierten Überflussgesellschaft, fing in den 80ern in den USA als eine Art Bewegung an und heute finden wir viele Einträge im Internet, „Simplify“-Bücher in den Geschäften. Der Mensch sehnt sich nach eine einfacheren, ruhigeren Leben, in einer Welt, in der alles schneller, besser, toller wird.

Weniger ist mehr

Zurzeit lese ich das Buch von Joshua Becker „Weniger macht reich“. Worauf der deutsche Titel uns hinweisen möchte: nach der Reduzierung unserer persönlichen Habe auf das Wesentliche sind wir reicher an Zeit und glücklichen Momenten. Unser Leben ist bereichert. Das ist auch die Botschaft von Joshua Becker, der eindeutig sagt: Jeder Mensch hat seine eigene Form von Minimalismus, weil für jeden von uns andere Dinge wertvoll sind und andere Tätigkeiten uns glücklich machen. Was für den einen der Tennisschläger ist, ist für den anderen sein Fotoapparat; dies als Beispiel. Wichtig ist, wie so oft, dass wir uns mit den Dingen, die uns umgeben, beschäftigen und überprüfen, ob sie uns glücklich machen.

Alles auf Null

Wie passt das in meinen Monat Bescheidenheit? Nun, ganz klar: Gib dich mit dem zufrieden, was du hast. Denn ganz sicher, das, was ich habe, ist genug, um ein glückliches Leben zu führen. Mit dem Thema Minimalismus werde ich mich definitiv nochmal im November/Dezember beschäftigen, wenn es an „Ordnung schaffen“ geht. Nichtsdestotrotz bringt es mich auch jetzt schon zum Grübeln, wenn ich durch unser Haus gehe.

Das Gute: Wir sind vor viereinhalb Jahren mit drei Koffern und zwei 30 Kilogramm Paketen nach Mexiko gekommen. Ich habe meinen gesamten Haushalt verkauft. 100 Bücher, DVDs und CDs und Fotoalben wie Tagebücher habe ich behalten. Dinge, die ich wirklich besitzen möchte. Von dem Rest habe ich mich verabschiedet. Natürlich ist unser Haus nicht leer. Aber wir haben ganz von vorne angefangen. Die erste Möbelbestellung beim Tischler: Esstisch, zwei Stühle, zwei Schreibtische, zwei Stühle, ein Badezimmer-Regal, ein Küchenregal, zwei Nachttische, ein Bücher-/Aktenordner-Regal. Das Nötigste eben. Erst fünf Monate später folgte das Sofa und ein Fernseher. Heute haben wir diese Möbel immer noch. Kinderbetten sind hinzugekommen. Sechs Esszimmerstühle haben wir. Ein Gästebett und ich habe einen Tisch für meine Nachhilfe-Schüler plus drei Stühle. Wesentlich mehr, haben wir nicht. Ich bin dabei, zu dekorieren, weil wir das Wesentliche nun haben.

Gut, dass ich mich nun jetzt gerade mit dem Thema „Minimalismus“ beschäftige. Denn ich möchte unser Haus nicht „vollmüllen“, mit Klüngelkram und Deko-Zeug, das kein Mensch benutzt. Sinnvolle Deko? Fotos und das ein oder andere Erinnerungsstück, was mein Herz schneller schlagen lässt, weil ich es schön finde. Auf unserem Ausflug im Juli kaufte ich eine Vase eines lokalen Künstlers. Diese Vase erinnert mich, an unseren Ausflug, ja, aber auch daran, dass wir mehr Zeit als Familie auf diese Weise verbringen sollten. Sie ist wie ein Mahnmal für mich und somit hat sie einen viel höheren Wert.

„Minimalismus heißt, unnötigen Ballast abzuwerfen. Wie überflüssige Gegenstände, eingerostete Freundschaften und Tätigkeiten, die keinem relevanten Ziel dienen. Übrig bleibt nur, was Freude stiftet und befriedigend ist. Mit Verzicht, Entbehrung und Askese hat es nichts zu tun. Minimalismus maximiert vielmehr das Sinnvolle und Wertvolle. Wer minimalistisch lebt, verschwendet keine Zeit, Geld und Energie für unwichtige Dinge und hat mehr vom Leben.“

von der Internetseite: „Simplizist“, Artikel: „Was ist Minimalismus?“

Besser könnte ich es auch nicht ausdrücken. Zuerst sollte man sich also fragen: „Was ist mir wichtig?“ „Wer bin ich und was brauche ich im Leben?“ „Was macht mich glücklich?“ Und da bin ich ja genau im Thema it meinem Projekt. Diesen Monat wandere ich also herum, und beschaue und befühle, die Dinge, die meine Familie und mich umgeben. Was benutze ich nicht mehr? Was ist überflüssig? Was haben wir seit dem Umzug nicht mehr angerührt?

Versuch es!

Mach auch du mal die Probe, bei dir zu Hause. Schöne Aufgabe im Buch von Joshua Becker: Fang in deinem Auto an. Hol den Müll raus und all die Dinge, die in dem Auto wirklich nichts zu suchen haben. Oder deine Garderobe: Leere die Haken und Bügel! Lass nur die Jacken und Gegenstände hängen, die du wirklich benutzt. Alles andere verstaue woanders oder gib es gleich weg. In der Theorie brauchen wir nur eine Jacke. In der Praxis könnten drei oder vier Jacken akzeptabel sein: Sommer, Winter, Regen und für feine Anlässe. Der Rest kann weg!

Viel Freude beim Ausprobieren im eigenen Heim wünscht

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